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Nach gemeinsamer, intensiver Arbeit zur Neuaufstellung unserer Rasse mit allen nationalen Verbänden, ist die Europäische Brown Swiss-Föderation (EBSF) stolz darauf, die erarbeitete Werbekampagne mit diesem neuen Logo zu präsentieren.

Aus dem gemeinsamen Wunsch heraus, zum Wohle der Rasse und ihrer Züchterinnen und Züchter in ganz Europa zusammen stärker zu werden, steht dieses Logo für die einzigartige Botschaft der Rasse Brown Swiss. Egal ob Nord, Ost, Süd oder West – wir züchten alle Brown Swiss mit der gleichen Leidenschaft und gleichen wirtschaftlichen und ökologischen Zielen.

BROWN SWISS: EIN EINZIGARTIGER MARKENNAME FÜR DIE RASSE

Brown Swiss, Braunvieh, Bruna, Brune… viele verschiedene Namen für eine einzigartige Rasse mit einzigartigen Eigenschaften! Als Signal für EINHEIT und ENGAGEMENT wird der gemeinsame Markenname BROWN SWISS nun von allen Ländern verwendet, um die Rasse über alle Kommunikationswege stärker zu fördern.

MEHR ALS MILCH…

Brown Swiss ist die Rasse, die aufgrund ihrer großartigen Ausstrahlung und ihres schönen Exterieurs eine starke Identifikation und Leidenschaft hervorruft. Easy handling, Fitness und Anpassungsfähigkeit der Kuh an unterschiedliche Haltungsformen erleichtern den Alltag der Landwirte. Die hohe Milchqualität und die Langlebigkeit der braunen Kuh unterstützen die Landwirte bei der Erreichung ihrer langfristigen wirtschaftlichen und ökologischen Ziele.

Brown Swiss ist die Rasse für zukunftsorientierte Landwirte die nach langfristiger Rentabilität streben, auf authentische und bewährte Weise Milch produzieren wollen und für die das Tierwohl einen hohen Stellenwert hat. Kurz gesagt – Ihre kluge Wahl für eine qualitativ hochwertige Milchproduktion.

Aus Braunvieh wird Brown Swiss – vollständige Pressemitteilung in englisch

zum September 2019 Newsletter des EBSF

Im Vorfeld der Bundesbraunviehschau 2019 fand in Imst der Braunvieh-Europakongress statt. 160 Experten aus Europa und den USA konnten dabei von Europapräsident Thomas Schweigl und Europadirektor Reinhard Winkler begrüßt werden. Die Europavereinigung der Braunviehzüchter wurde 1964 gegründet. Aktuell gibt es 12 Mitgliedsländer: Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, England, Türkei, Rumänien, Slowenien, Spanien, Ukraine und Bulgarien. In der Vereinigung sind über 30.000 Mitgliedsbetriebe mit rund 600.000 Herdebuchkühen organisiert.
Im Rahmen des Kongresses wurden die vier Themenblöcke zehn Jahre Genomik bei Braunvieh, Braunvieh und Regionalität, Vision der Jugend für die Braunviehrasse die Ergebnisse des Strategieprozesses der europäischen Braunviehzüchtervereinigung vorgestellt.

10 Jahre Genomische Selektion

2011 wurden die ersten Jahrgänge mit der genomischen Stierselektion ausgewählt. Als Resümee konnte man einhellig feststellen, dass die genomische Selektion beim Braunvieh erfolgreich umgesetzt wurde. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass es einen großen Konkurrenzdruck unter den Rassen gibt, der vor allem für Braunvieh nicht wirkungslos war. Im Vergleich zu anderen Rassen entwickelte sich der Zuchtfortschritt nicht so stark. Für eine bessere Konkurrenzfähigkeit der Rasse ist laut Experten eine Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit verbunden mit Genetikaustausch und strenger Selektion unbedingt notwendig. Der Einfluss der Genomik brachte in den vergangenen Jahren einen Rückgang im Generationsintervall, wie Hermann Schwarzenbacher von der Zuchtdata anführte in Österreich von 7 auf knapp unter 4 Jahre. Die Verkürzung des Generationsintervalles stammt besonders von der Vaterseite. Um den durch die genomische Selektion begründeten schnelleren Inzuchtanstieg und Konzentration auf weniger Stierlinien entgegen zu wirken, wird mit Outcrossfaktoren der biodiversitäre Wert einen Stieres vor dem Zuchteinsatz geprüft. Zudem versucht man mit „Optimum Contribution Selection“ diese Entwicklung zu beeinflussen. Ist die genomische Selektion einerseits für die Inzuchtsteigerung verantwortlich, so bietet sie in der Erbfehlerproblematik eine Verbesserung zum alten System, können Erbfehler und die Träger schnell ausselektiert werden.

In ihren Ausblick zeigten die Experten auch die zukünftige Entwicklung in der Genomik auf. In der zweiten Ausbaustufe wird die Typisierung der weiblichen Seite immer wichtiger. Beispielsweise in den USA sind 91 % der weiblichen Tiere genomisch typisiert. Für die europäische Braunviehzucht heißt dies Kräfte über die Ländergrenzen hinweg zu bündeln, um den Anteil der Typisierungen – in Europa nicht mal bei 50 % – auf der weiblichen Seite deutlich zu erhöhen. Durch die Erweiterung des Untersuchungsumfanges ist es auch immer mehr möglich, die sogenannten sekundären Merkmale besser zu erfassen. Mit der genomischen Selektion ist die Umsetzung der Hornloszucht besser möglich. Trotzdem muss man hier die gesellschaftliche Diskussion zwischen den Fronten „Tiereingriffe“ und „Tierwohl“ stark differenzieren, um daraus keine falschen Schlüsse zu ziehen.

In ihrem Ausblick gaben die Experten an, dass die zweite Generation der genomischen Selektion für die züchterische Bearbeitung der Merkmale, Mastitisresistenz, Ketose, Futterverwertung, Klauengesundheit, Fettabdeckung bei Original Braunvieh,… wichtig ist. Wenn auch mit geringer Vererbung ausgestattet, kann die Genomik hier wertvolle Rückschlüsse auf die Genetik mit sich bringen. Wissenschaftliche Arbeiten beschäftigen sich auch mit der züchterischen Bearbeitung der Saugschwäche bei Braunviehkälbern mit der Genomik, wo ein gewisser genetischer Hintergrund vermutet wird. Trotzdem verweist Henning Hamann von der Universität Hohenheim darauf, dass die Verbesserung des Saugreflexes in Kombination mit einem optimalen Betriebsmanagement verbessert werden kann. Franz Seefried von Qualitas Schweiz berichtete über wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Resilienz (Krankheitsresistenz), wo Daten der Meteo-Wetterstationen in der Zuchtarbeit berücksichtigt werden.

Braunvieh und Regionalität

Im zweiten Teil der Konferenz „Braunvieh und Regionalität“ stellten vier BraunviehzüchterInnen aus Österreich, Frankreich, Slowenien und Italien ihre Betriebe und Erfolgsmodelle unter dem Aspekt der regionalen Stärken von Braunvieh vor. Alle Vortragenden zeigten dabei klar auf, dass nur mit großem persönlichen Einsatz, professioneller Produktion und Vermarktung verbunden mit optimalem Herdenmanagement im Sinne von Tierwohl dies möglich ist. Heide Bacher aus Tirol sagte es treffend: „Nur wenn man von seinem Betrieb und den daraus produzierten  Produkten verbunden mit der Rasse überzeugt ist, kann man erfolgreich vermarkten.“ Hier hat Braunvieh starke Verkaufsargumente durch Haltung, Charakter, Regionalität und vor allem auch der ausgezeichneten Milchqualität.

Auf den drei Exkursionsbraunviehbetrieben von Benedikt Kranebitter in Mieming, Ferdinand Klotz in Längenfeld und Wolfgang Gratl in Ranggen wurde „Braunvieh und Regionalität“ mit den  ausgezeichneten Braunviehzuchtherden und starken Betriebskonzepten mit Direktvermarktung und Urlaub am Bauernhof eindrucksvoll in der Praxis vorgestellt .

Meine Zukunft mit Braunvieh

“Meine Zukunft mit Braunvieh”, unter diesem Titel stellten fünf Jungzüchter aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich ihre Betriebe und Zukunft mit Braunvieh vor. Von ihnen wurde die internationale Zusammenarbeit öfters angesprochen, um die Vorteile von Braunvieh in Inhaltsstoffen, Kappa-Kasein, Milchqualität, Funktionalität, Anpassungsfähigkeit, Klauengesundheit, Futterverwertung, Langlebigkeit und Fitness,… besser hervorheben zu können.

Der Schweizer Jungzüchter Beat Betschart schloss sein Referat mit dem passenden Satz: „Ich will problemlose Kühe für die Geldtasche und schöne Kühe für die Leidenschaft!“ Der deutsche Jungzüchter Martin Rehm stellte für seine Zukunft vor allem die wirtschaftliche Komponente von Braunvieh in den Vordergrund, während Franco Manella aus Italien seine Zukunft mit Braunvieh in der Direktvermarktung mit eigener Hofsennerei sieht.

Braunvieh wird Brown Swiss

Mit großem Interesse wurde die Strategievorstellung durch die externe Beraterin Maria Kreuzer und Europadirektor Reinhard Winkler erwartet. Die Europavereinigung der Braunviehzüchter entwickelte in den vergangenen zwei Jahren ein Zukunftskonzept für die Entwicklung auf internationaler Ebene zur Hebung des Bekanntheitsgrades der Rasse, besserer Vermarktung der besonderen Eigenschaften im Sinne eines Alleinstellungsmerkmals zur besseren Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Rassen. Probleme bereiteten hier auch immer die unterschiedlichen Rassennamen in den einzelnen Länder, die Missverständnisse und Unwissenheit bei Kunden und Interessenten erzeugten. So einigte man sich auch darauf, zukünftig unter dem Rassennamen “Brown Swiss” aufzutreten. Die ARGE Braunvieh in Österreich hat dies bereits beschlossen und firmiert ab sofort unter dem neuen Namen “Brown Swiss Austria“. Für die Zukunft wird basierend auf den Ergebnissen des Strategieprozesses an der Weiterentwicklung der Zukunftsstrategie für Braunvieh in Europa gearbeitet.

Regina löst Beate als Königin ab

Mit einer vollen Halle und 142 Kühe im Katalog war der diesjährige Waldseer Braunviehtag wieder ein Fest der schönen Kuh. Gleichzeitig nutzten die Freunde der Braunviehrasse die Gelegenheit eine neue Braunviehkönigin zu wählen, die von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL gekrönt wurde.

Mit 25 hochmotivierten, zum Teil sehr jungen Jungzüchtern, die von der noch amtierenden Braunviehkönigin Beate Bühler gerichtet wurden, startete der Schautag. Bei den Kleinsten konnten sich Franziska Schmaus, Haslach und Sonja Brauchle, Leutkirch durchsetzen. Die mittlere Jungzüchterklasse wurde von Jannik Utz, Rot/Rot und Johannes Brauchle, Leutkirch gewonnen. Bei den Größten konnten sich Lennart Reichert, Erolzheim und Annika Brauchle, Leutkirch durchsetzen. Dabei betonte die Preisrichterin, dass gerade hier schon sehr viel Professionalität und Können zu den Entscheidungen beigetragen habe. Zum Start der Schau segnete Diakon Maier, Bad Waldsee sowohl die Kinder als auch alle Rinder und sprach den Segen für Haus und Hof.

Die fast 120 Schaukühe wurden von Georg Riedl aus Tirol in vier Altersklassen gerichtet. Bei den Jungkühen mit einem Kalb traten insgesamt 33 Kühe in 5 Ringen an. Dabei fielen die sehr zahlreichen Töchter der RBW-Bullen sehr massiv auf. Besonders Bullen wie Vavigo, Virand, Vaju, Huxel und vor allem Anibay konnten die verschiedenen Klassen dominieren. Allein 8 Töchter von Anibay nahmen am Jungkuhwettbewerb teil. Gleich in der ersten Klasse konnten die drei Anibay-Töchter aus den Betrieben Ernst Rau, Bünzwangen, Hubert Detzel, Herbrazhofen und Josef Hecht, Ochsenhausen die ersten drei Plätze belegen. Anibay Brownie von Ernst Rau sollte sich zudem den Reservesiegertitel der Jungkühe sichern.

Die zweite Jungkuhklasse ging an Glenn Iglena von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Virand Gelli von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell. Iglena ist eine Halbschwester des Bullen Anibay, von dem insgesamt drei Halbschwestern im Wettbewerb sehr erfolgreich starteten. Die dritte Jungkuhklasse ging an die beiden Huvi-Töchter Fürstin von der Beigger GbR, Felben vor Strasse von Michael Heinzler, Hifringen. Klasse vier ging an Anibal Lasole von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Anibay Samos der Albinger GbR, Winterreute. Der Betrieb Albinger konnte sich auch die 5. Klasse sichern, in der die Himalaya-Tochter Aida vor der Huvi Tochter Träumle von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell platziert wurde. Die spannende und sehr hochkarätige Siegerauswahl der Jungkühe konnte schließlich Anibal Lasole von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Anibay Brownie von Ernst Rau, Bünzwangen für sich entscheiden.

Die jungen Kühe mit 2 Kälbern wurden ebenfalls in 5 Ringen gerichtet. Die erste Klasse wurde von der überzeugenden, sehr gut entwickelten und mit bestem Euter ausgestatteten Anibay-Halbschwester Glenn Ilena von Friedrich Sauter, Krattenweiler gewonnen. Sie konnte sich vor die sehr stilvolle Jubev Finka von Edwin Kling, Murrwangen setzen. Auch die nächste Klasse konnte der Betrieb Sauter mit der Anibal-Tochter Las Vegas für sich entscheiden. Die dritte Klasse brachte dem Betrieb Bernhard Fuchs GbR, Eglofs mit der Feuerstein-Tochter Hariet und der Erafax-Tochter Fuchsi einen Doppelsieg.

Der Betrieb Edwin Kling, Murrwangen war in der darauffolgenden Klasse mit einer sehr harmonischen und reifen Payssli-Tochter vor einer Paray-Tochter aus dem Betrieb der Härle GbR, Dellmensingen erfolgreich. Die Heckenberger GbR, Hochdorf konnte sich mit der Volvo-Tochter Polly aufgrund ihrer guten Rippe und der festen Euteraufhängung vor die Salomon-Tochter Fernanda der Albinger GbR, Winterreute setzen. Die Siegerauswahl der Zweitkalbskühe konnte schließlich Glenn Ilena von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor der Feuerstein-Tochter Hariet der Bernhard Fuchs GbR, Eglofs leicht für sich entscheiden.

Die mittleren Kühe mit 3 und 4 Kälbern traten in 6 Klassen gegeneinander an. Diese waren von den Bullen Vassli und Payssli geprägt, die überragende Töchter in allen Klassen stellen konnten. Die erste Klasse ging jedoch an eine sehr rahmige Salomon-Tochter aus dem Bestand der Albinger GbR, Winterreute. Die 2. Klasse wurde von einer sehr breiten und reifen Payssli-Tochter aus dem I-Stamm der Familie Sauter, Krattenweiler gewonnen. Die dritte Klasse ging mit der Huxoy-Tochter Galaxy an Edwin Kling, Murrwangen, die sich vor die Vassli-Tochter Liane der Heckenberger GbR, Hochdorf setzen konnte.

Die erste Klasse der Viertkalbskühe war auf den ersten drei Plätzen mit Payssli- Töchtern besetzt. Gewinnen konnte Payssli Donna der Albinger GbR, Winterreute vor Payssli Gala aus dem gleichen Bestand und vor Payssli Thesa von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell. Auch die nächste Klasse ging mit Payssli Zitta aus dem Betrieb der Karl und Martin Rehm GbR, Ochsenhausen an diesen Bullen. Schließlich konnte sich Huxoy Indina von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Joel Gusta von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell setzen. Den Kampf um den Titel der mittleren Kühe machten dann auch zwei Payssli-Töchter untereinander aus. Hier setzte sich Payssli Inova von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Payssli Donna von Albinger GbR, Winterreute, die sich mit einem Kalb weniger noch etwas breiter im Körper und etwas frischer im Euter zeigte.

Die Fünftkalbskühe wurden mit einer ganz besonderen Kuh eröffnet. Die amtierende Grand Champion-Kuh der RBW-Schau und Mutter des Bullen Bisto, Easton Forteas der Albinger GbR, Winterreute konnte leicht die erste Klasse für sich entscheiden. Die nächste Klasse gewann Payssli Kolibri von Norbert King, Isny, die sich vor Payssli Britty von Franz und Gabriele Kramer, Edelbeuren platzierte. Die erste Klasse der alten Kühe wurde von Zaster Zentis von Karl und Martin Rehm, Ochsenhausen gewonnen. Diese Kuh mit 9 Kälbern überzeugte durch eine gewaltige Rippe und ein noch sehr gut beadertes Euter. Ebenso konnte die Vasir-Tochter Lena von Peter Rohmer, Oberopfingen mit 6 Kälbern ihre Klasse für sich entscheiden. Bemerkenswert war die Qualität der ganz alten Kühe, die sich zum Teil mit 100.000 kg Milch noch sehr frisch, gut aufgehängt im Euter und mit feinen Fundamenten präsentierten.

Die Wahl der Siegerkuh alt fiel schließlich ganz klar auf die Easton-Tochter Forteas der Albinger GbR, Winterreute, die sich in einem wunderbaren Schaubild vor Payssli Emma der Fuchs GbR, Eglofs setzen konnte.

Die Wahl der Eutersiegerin fiel auf Glenn Ilena, die damit schon die letzte Entscheidung, die Wahl zum Grand Champion, vorwegnahm. Somit konnte Glenn Ilena auch diesen Titel für sich erringen und sicherte damit der Familie Sauter den Titel des Grand Champions, den Eutersieg und drei Siegertitel auf der Schau und machte den Betrieb zum erfolgreichsten Aussteller.

Neben dem sehr hohen Niveau der Schaukühe konnte mit Töchtergruppe von Anibay eine hoch interessante Nachzuchtgruppe gezeigt werden. Die insgesamt 8 ausgestellten Töchter bestätigten den Bullen als Exterieurvererber mit viel Milch. Anibay-Töchter sind groß, stilvoll und zeigen dennoch genug Breite. Glanzpunkte der Vererbung sind vor allem die sehr korrekt gestellten, feinen Beine sowie die hochangesetzten und sehr breiten Euter. Die Striche sind ideal gestellt und zeigen eine sehr gute Form. Anibay kann unter Beachtung der Inhaltsstoffe zudem zur Verbesserung von Melkbarkeit, Eutergesundheit, Persistenz und Nutzungsdauer eingesetzt werden. Anibay stammt aus der Zucht von Friedrich Sauter, Krattenweiler, der vom RBW-Vorsitzenden Josef Volkwein anlässlich der Schau geehrt werden konnte.

Einer der Höhepunkte der Schau war die Wahl der neuen Braunviehkönigin. Die scheidende Braunviehkönigin Beate Bühler, Bad Waldsee bedankte sich in ihrer Abschiedsrede bei allen Verantwortlichen für die Unterstützung und reflektierte die Arbeit der letzten 2 Jahre. Josef Volkwein hob in seinen Dankesworten den besonderen Einsatz von Beate Bühler hervor, für den sie auch von der Stadt Waldsee eine besondere Ehrung erhielt. Als Kandidatinnen stellten sich Regina Dilger, Ostrach, Helena Hiller, Degerloch und Selina Müller, Leutkirch zur Wahl, die sich sehr unterhaltsam vorstellten und als Ehrendamen die gesamte Schau begleiteten. Bei der vom Publikum durchgeführten Wahl konnte sich schließlich Regina Dilger aus Ostrach als neue Braunviehkönigin durchsetzen, die im Anschluß von Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL gekrönt und in ihr Amt eingeführt wurde, das sie die nächsten zwei Jahre innehaben wird.

In der Summe war der diesjährige Braunviehtag ein voller Erfolg. Eine bis auf den letzten Platz voll besetzte Halle, eine überragende Nachzucht und hochwertige Schaukühe machten für die Rasse Braunvieh auf höchstem Niveau Werbung. Ein besonderer Dank geht an den Preisrichter Georg Riedl, Steinach in Tirol, der in souveräner Weise sehr sicher seine Entscheidungen traf und diese auch sehr exakt begründete.

Platzierungsliste Waldseer Braunviehtag 2018

Fotoalbum zum Waldseer Braunviehtag 2018

 

Beim diesjährigen German Masters Sale, der am vergangenen Freitag im rheinland- pfälzischen Fließem stattfand, wurde unter anderem die HOBAS- Tochter Fiona aus der Zucht von Alexander Kuppel und Rainer Thoenes aus Kalkar am Niederrhein zu einem Preis von 2.500 € verkauft.

Das knapp 14 Monate alte Jungrind mit guten genomischen Zuchtwerten verbindet sowohl auf väterlicher, als auch auf mütterlicher Seite, das aktuelle Braunvieh Zuchtprogramm der RBW. Mit dem Hobbit- Sohn HOBAS aus der Vasir- Tochter Zara von Bruno Walser, Tettnang, ist der ehemalige Spitzenreiter der Braunvieh Gesamtliste der Vater des Rindes. Mütterlicherseits steht die leistungsstarke VARASTY- Tochter Fella, die mit einer 100- Tage- Leistung von knapp 3.400 kg Milch in der ersten Laktation aufwarten kann. Sie ist wiederum die Vollschwester unseres Stieres VAX, sowie die Halbschwester von HEBROY und VORTEX, die alle die Huxoy- Tochter Finni EX- 91 zur Mutter haben.

Das Allgäu ist die Heimat des Braunviehs. Darum lag es nahe das Fotoshooting für die drei Bewerberinnen zur Braunviehkönigin in Leutkirch zu machen. Gemeinsam mit der Kuh „Donau“ posierten Sie für die Pressefotos der Rinderunion Baden-Württemberg.

Ein enormer Aufwand für Fotos dieser Art. Nicht nur die drei Bewerberinnen Regina Dilger, Ostrach, Helena Hiller, Degerloch und Selina Müller, Leutkirch wurden frisiert und gestylt. Auch das Kuhmodel „Donau“ musste geschoren, gewaschen und richtig in Position gebracht werden. Dabei hatte diese schon Übung, gewann Sie doch im März 2018 den Titel „Kuh mit dem schönsten Euter Baden-Württembergs“!

Mit sicherer Pose und viel Spaß beherrschten die zukünftigen Königinnen ihr erstes Model Shooting. Alle drei stammen von Betrieben in denen Braunvieh gezüchtet wird. Sie wollen, wie die amtierende Braunviehkönigin Beate Bühler, ab Oktober Werbung für die Rasse auf Tierschauen und Messen machen. Das Highlight Ihrer Amtszeit wird der Besuch der weltgrößten Rinderschau in Madison, USA sein. Nach eineinhalb Stunden waren die Fotos im Kasten und die Damen konnten sich näher kennenlernen und „Donau“ freute sich wieder bei Ihren Artgenossinnen auf der Weide zu sein.

Die Wahl zur baden-württembergischen Braunviehkönigin findet im Rahmen des Waldseer Braunviehtags, am Sonntag 28. Oktober 2018 in der Versteigerungshalle Bad Waldsee statt. Die feierliche Krönung wird Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vornehmen.

Am 15. Und 16.06.2018 traf sich die Europäische Vereinigung der Braunviehzüchter zur Jahrestagung am Ammersee. Die Arbeitsgemeinschaft Deutsches Braunvieh hatte zu diesem Treffen in Deutschland eingeladen.

In Zusammenarbeit mit der Besamungsstation Greifenberg und dem Zuchtverband Weilheim konnte ein ansprechendes Programm für Zuchtleiter und Vorsitzende von acht europäischen Ländern gestaltet werden.

Zu Beginn des Treffens wurde die Besamungsstation in Greifenberg besichtigt. Es wurden einige sehr vielversprechende Bullen der Rassen Braunvieh, Holstein und Blauweiß Belgier besichtigt.

Im Anschluss daran fand die Jahresversammlung der EBSF in Herrsching am Ammersee statt. Wichtigste Themen waren unter anderem die Einführung eines neuen Marketingkonzeptes für die Rasse Braunvieh, sowie die Vereinheitlichung von Zuchtzielen und die Diskussion um die Einführung der weiblichen Lernstichprobe in allen Ländern.

Turnusgemäß fanden anschließend die Wahl zum Präsidenten der Vereinigung und der Stellvertreter statt. Einstimmig zum Präsidenten wurde Thomas Schweigl aus Österreich gewählt, der damit Christoph Nieberle, dem Vorsitzenden der ARGE Braunvieh, nachfolgt. Als seine Stellvertreter wurden Reto Grünenfeld aus der Schweiz und Sonja Arlic aus Slowenien gewählt.

Das Sekretariat wechselt nun von Deutschland nach Österreich, wo Zuchtleiter Reinhard Winkler nun für die nächsten vier Jahre als Generalsekretär für die EBSF tätig sein wird.

Am Samstag besuchte die EBSF zwei Betriebe im Zuchtgebiet der Besamungsstation Greifenberg und des Zuchtverbands Weilheim und der AHG.

Auf dem Betrieb Josef Arnold und der Schwayer und Hofer GbR wurden sehr vielversprechende Kühe und Jungvieh den Besuchern präsentiert und kommentiert.

Ein großer Dank gilt hier den Betrieben, die ihre Tiere bestens vorbereitet haben und so die deutsche Braunviehzucht im europäischen Ausland präsentiert haben.

Am Sonntag, dem 28. Oktober 2018 findet der 11. Waldseer Braunviehtag statt. Tierschau und Jungzüchterwettbewerb versprechen interessante und spannende Stunden in der Versteigerungshalle Bad Waldsee. Der Höhepunkt wird die Wahl der neuen Braunviehkönigin durch das Publikum sein.

Die Aufgaben der Braunviehkönigin sind vielseitig. Sie macht Rassepromotion im In- und Ausland. Bei der RBW-Schau in Ilshofen, am RBW-Jungzüchtertag und auf der EuroTier in Hannover ist sie eine wichtige Werbeträgerin und Ansprechpartnerin. Ebenso gehört die Übergabe der Preise auf Tierschauen zu ihren Aufgaben. Als Braunviehkönigin ist sie auch aktiv eingebunden bei Entscheidungen des Braunviehforums Baden-Württemberg. Durch ihre Mitgliedschaft bei der ARGE Deutsche Königinnen e.V. kann sie sich mit anderen “Hoheiten” aus Deutschland über ihre royales Leben austauschen. Auch der Besuch des Deutschen Königinnentreffen auf der Grünen Woche in Berlin steht auf dem Terminplan. Das Highlight der zweijährigen Königinnen-Amtszeit wird der Besuch der Weltbraunviehkonferenz und der World Dairy Expo in Madison, USA im Oktober 2020 sein.

Das Braunviehforum Baden-Württemberg sucht für dieses Amt interessierte Frauen, die von einem braunviehhaltenden Betrieb stammen oder mit einem solchen Betrieb verbunden sind. Bist Du volljährig und hast Spaß an der Landwirtschaft und mit dem Umgang mit Menschen, dann bewirb Dich bis zum 28 Mai unter: braunviehkoenigin-bawue@web.de

Weitere Informationen zum Amt erhältst Du von Beate Bühler 0157 / 859 012 03 und Alfred Heinzler 0172/712 28 35 oder auf Facebook: https://www.facebook.com/braunviehkoeniginRBW/

zum EBSF 2018er Frühjahrsnewsletter

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