';

Neuigkeiten aus der europäischen Brown Swiss-Zucht


(mehr …)
Juni 2020 Newsletter des europäische Brown Swiss-Zeitschrift

Juni 2020 Newsletter des europäische Brown Swiss-Zeitschrift


(mehr …)
Logo Brown Swiss European Championship

Europaweite Viehschau der Brown Swiss Rasse in Verona 2020

2010  fand der letzte internationale Wettbewerb für Brown Swiss auf der Fieragricola in Verona statt. Nun gibt es erneut einen Schauwettbewerb für Brown Swiss unter der Schirmherrschaft des europäischen Dachverbandes EBSF in Italien.

Der Schautag 01. Februar 2020 steht ganz im Zeichen der European Brown Swiss Championship


Nach gemeinsamer, intensiver Arbeit zur Neuaufstellung unserer Rasse mit allen nationalen Verbänden, ist die Europäische Brown Swiss-Föderation (EBSF) stolz darauf, die erarbeitete Werbekampagne mit diesem neuen Logo zu präsentieren.

Aus dem gemeinsamen Wunsch heraus, zum Wohle der Rasse und ihrer Züchterinnen und Züchter in ganz Europa zusammen stärker zu werden, steht dieses Logo für die einzigartige Botschaft der Rasse Brown Swiss. Egal ob Nord, Ost, Süd oder West – wir züchten alle Brown Swiss mit der gleichen Leidenschaft und gleichen wirtschaftlichen und ökologischen Zielen.

BROWN SWISS: EIN EINZIGARTIGER MARKENNAME FÜR DIE RASSE

Brown Swiss, Braunvieh, Bruna, Brune… viele verschiedene Namen für eine einzigartige Rasse mit einzigartigen Eigenschaften! Als Signal für EINHEIT und ENGAGEMENT wird der gemeinsame Markenname BROWN SWISS nun von allen Ländern verwendet, um die Rasse über alle Kommunikationswege stärker zu fördern.

MEHR ALS MILCH…

Brown Swiss ist die Rasse, die aufgrund ihrer großartigen Ausstrahlung und ihres schönen Exterieurs eine starke Identifikation und Leidenschaft hervorruft. Easy handling, Fitness und Anpassungsfähigkeit der Kuh an unterschiedliche Haltungsformen erleichtern den Alltag der Landwirte. Die hohe Milchqualität und die Langlebigkeit der braunen Kuh unterstützen die Landwirte bei der Erreichung ihrer langfristigen wirtschaftlichen und ökologischen Ziele.

Brown Swiss ist die Rasse für zukunftsorientierte Landwirte die nach langfristiger Rentabilität streben, auf authentische und bewährte Weise Milch produzieren wollen und für die das Tierwohl einen hohen Stellenwert hat. Kurz gesagt – Ihre kluge Wahl für eine qualitativ hochwertige Milchproduktion.

Aus Braunvieh wird Brown Swiss – vollständige Pressemitteilung in englisch

zum September 2019 Newsletter des EBSF

Alle zwei Jahre feiert die deutsche Rinderzucht in Oldenburg ein Fest der schönen Kuh. Zum ersten Mal waren auf der Nationalschau Holsteins in diesem Jahr auch Rinder anderer Milch- und Zweinutzungsrassen zugelassen und firmierte nun unter German Dairy Show mit Jerseys, Anglern, Braunvieh, Fleckvieh, Red-Holsteins und Holsteins. Dieses neue Konzept brachte nicht nur die Vielfalt der Rinderzucht zusammen, sondern bot auch den unterschiedlichsten Besuchern und Beschickern die Möglichkeit, Hürden der Rassen und Regionen abzubauen.

Mit Spannung wurde auch der Wettbewerb der Rasse Braunvieh erwartet. Diese wurde von Ernst Grabner aus Niederösterreich gerichtet. Die Färsen konnte die Jucator Tochter Uganda von Rainer Thönes und Alexander Kuppel, Kalkar vor Puck Tajana von Ulrich Graf, Saamen und Puck Emmi von Bernhard Fuchs, Eglofs für sich entscheiden. Die alten Klassen ging an Erafax Fuchsi von Bernhard Fuchs, Eglofs, vor Payssli Nadin der Rehm GbR, Ochsenhausen und Payssli Kolibri von Norbert King, Isny klar nach Baden-Württemberg. So war es nicht verwunderlich, dass bei der Auswahl der besten Braunviehtiere bei der Endentscheidung aus den besten vier 3 Tiere aus Baden-Württemberg im Ring verblieben waren. Unter diesen konnte sich die extrem ausbalancierte und fundamentstarke Erafax Fuchsi mit 3 Kälbern gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde klarer Champion der Rasse Braunvieh.

Rassesiegerin Erafax Fuchsi von der Bernhard Fuchs GbR, Argenbühl-Eglof

Im Vorfeld der Bundesbraunviehschau 2019 fand in Imst der Braunvieh-Europakongress statt. 160 Experten aus Europa und den USA konnten dabei von Europapräsident Thomas Schweigl und Europadirektor Reinhard Winkler begrüßt werden. Die Europavereinigung der Braunviehzüchter wurde 1964 gegründet. Aktuell gibt es 12 Mitgliedsländer: Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, England, Türkei, Rumänien, Slowenien, Spanien, Ukraine und Bulgarien. In der Vereinigung sind über 30.000 Mitgliedsbetriebe mit rund 600.000 Herdebuchkühen organisiert.
Im Rahmen des Kongresses wurden die vier Themenblöcke zehn Jahre Genomik bei Braunvieh, Braunvieh und Regionalität, Vision der Jugend für die Braunviehrasse die Ergebnisse des Strategieprozesses der europäischen Braunviehzüchtervereinigung vorgestellt.

10 Jahre Genomische Selektion

2011 wurden die ersten Jahrgänge mit der genomischen Stierselektion ausgewählt. Als Resümee konnte man einhellig feststellen, dass die genomische Selektion beim Braunvieh erfolgreich umgesetzt wurde. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass es einen großen Konkurrenzdruck unter den Rassen gibt, der vor allem für Braunvieh nicht wirkungslos war. Im Vergleich zu anderen Rassen entwickelte sich der Zuchtfortschritt nicht so stark. Für eine bessere Konkurrenzfähigkeit der Rasse ist laut Experten eine Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit verbunden mit Genetikaustausch und strenger Selektion unbedingt notwendig. Der Einfluss der Genomik brachte in den vergangenen Jahren einen Rückgang im Generationsintervall, wie Hermann Schwarzenbacher von der Zuchtdata anführte in Österreich von 7 auf knapp unter 4 Jahre. Die Verkürzung des Generationsintervalles stammt besonders von der Vaterseite. Um den durch die genomische Selektion begründeten schnelleren Inzuchtanstieg und Konzentration auf weniger Stierlinien entgegen zu wirken, wird mit Outcrossfaktoren der biodiversitäre Wert einen Stieres vor dem Zuchteinsatz geprüft. Zudem versucht man mit „Optimum Contribution Selection“ diese Entwicklung zu beeinflussen. Ist die genomische Selektion einerseits für die Inzuchtsteigerung verantwortlich, so bietet sie in der Erbfehlerproblematik eine Verbesserung zum alten System, können Erbfehler und die Träger schnell ausselektiert werden.

In ihren Ausblick zeigten die Experten auch die zukünftige Entwicklung in der Genomik auf. In der zweiten Ausbaustufe wird die Typisierung der weiblichen Seite immer wichtiger. Beispielsweise in den USA sind 91 % der weiblichen Tiere genomisch typisiert. Für die europäische Braunviehzucht heißt dies Kräfte über die Ländergrenzen hinweg zu bündeln, um den Anteil der Typisierungen – in Europa nicht mal bei 50 % – auf der weiblichen Seite deutlich zu erhöhen. Durch die Erweiterung des Untersuchungsumfanges ist es auch immer mehr möglich, die sogenannten sekundären Merkmale besser zu erfassen. Mit der genomischen Selektion ist die Umsetzung der Hornloszucht besser möglich. Trotzdem muss man hier die gesellschaftliche Diskussion zwischen den Fronten „Tiereingriffe“ und „Tierwohl“ stark differenzieren, um daraus keine falschen Schlüsse zu ziehen.

In ihrem Ausblick gaben die Experten an, dass die zweite Generation der genomischen Selektion für die züchterische Bearbeitung der Merkmale, Mastitisresistenz, Ketose, Futterverwertung, Klauengesundheit, Fettabdeckung bei Original Braunvieh,… wichtig ist. Wenn auch mit geringer Vererbung ausgestattet, kann die Genomik hier wertvolle Rückschlüsse auf die Genetik mit sich bringen. Wissenschaftliche Arbeiten beschäftigen sich auch mit der züchterischen Bearbeitung der Saugschwäche bei Braunviehkälbern mit der Genomik, wo ein gewisser genetischer Hintergrund vermutet wird. Trotzdem verweist Henning Hamann von der Universität Hohenheim darauf, dass die Verbesserung des Saugreflexes in Kombination mit einem optimalen Betriebsmanagement verbessert werden kann. Franz Seefried von Qualitas Schweiz berichtete über wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Resilienz (Krankheitsresistenz), wo Daten der Meteo-Wetterstationen in der Zuchtarbeit berücksichtigt werden.

Braunvieh und Regionalität

Im zweiten Teil der Konferenz „Braunvieh und Regionalität“ stellten vier BraunviehzüchterInnen aus Österreich, Frankreich, Slowenien und Italien ihre Betriebe und Erfolgsmodelle unter dem Aspekt der regionalen Stärken von Braunvieh vor. Alle Vortragenden zeigten dabei klar auf, dass nur mit großem persönlichen Einsatz, professioneller Produktion und Vermarktung verbunden mit optimalem Herdenmanagement im Sinne von Tierwohl dies möglich ist. Heide Bacher aus Tirol sagte es treffend: „Nur wenn man von seinem Betrieb und den daraus produzierten  Produkten verbunden mit der Rasse überzeugt ist, kann man erfolgreich vermarkten.“ Hier hat Braunvieh starke Verkaufsargumente durch Haltung, Charakter, Regionalität und vor allem auch der ausgezeichneten Milchqualität.

Auf den drei Exkursionsbraunviehbetrieben von Benedikt Kranebitter in Mieming, Ferdinand Klotz in Längenfeld und Wolfgang Gratl in Ranggen wurde „Braunvieh und Regionalität“ mit den  ausgezeichneten Braunviehzuchtherden und starken Betriebskonzepten mit Direktvermarktung und Urlaub am Bauernhof eindrucksvoll in der Praxis vorgestellt .

Meine Zukunft mit Braunvieh

“Meine Zukunft mit Braunvieh”, unter diesem Titel stellten fünf Jungzüchter aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich ihre Betriebe und Zukunft mit Braunvieh vor. Von ihnen wurde die internationale Zusammenarbeit öfters angesprochen, um die Vorteile von Braunvieh in Inhaltsstoffen, Kappa-Kasein, Milchqualität, Funktionalität, Anpassungsfähigkeit, Klauengesundheit, Futterverwertung, Langlebigkeit und Fitness,… besser hervorheben zu können.

Der Schweizer Jungzüchter Beat Betschart schloss sein Referat mit dem passenden Satz: „Ich will problemlose Kühe für die Geldtasche und schöne Kühe für die Leidenschaft!“ Der deutsche Jungzüchter Martin Rehm stellte für seine Zukunft vor allem die wirtschaftliche Komponente von Braunvieh in den Vordergrund, während Franco Manella aus Italien seine Zukunft mit Braunvieh in der Direktvermarktung mit eigener Hofsennerei sieht.

Braunvieh wird Brown Swiss

Mit großem Interesse wurde die Strategievorstellung durch die externe Beraterin Maria Kreuzer und Europadirektor Reinhard Winkler erwartet. Die Europavereinigung der Braunviehzüchter entwickelte in den vergangenen zwei Jahren ein Zukunftskonzept für die Entwicklung auf internationaler Ebene zur Hebung des Bekanntheitsgrades der Rasse, besserer Vermarktung der besonderen Eigenschaften im Sinne eines Alleinstellungsmerkmals zur besseren Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Rassen. Probleme bereiteten hier auch immer die unterschiedlichen Rassennamen in den einzelnen Länder, die Missverständnisse und Unwissenheit bei Kunden und Interessenten erzeugten. So einigte man sich auch darauf, zukünftig unter dem Rassennamen “Brown Swiss” aufzutreten. Die ARGE Braunvieh in Österreich hat dies bereits beschlossen und firmiert ab sofort unter dem neuen Namen “Brown Swiss Austria“. Für die Zukunft wird basierend auf den Ergebnissen des Strategieprozesses an der Weiterentwicklung der Zukunftsstrategie für Braunvieh in Europa gearbeitet.

Volles Haus!

Auf Wunsch der baden-württembergischen Holsteinzüchter fand anlässlich der 3. Sale Night erstmals auch eine Holstein-Schau statt. Diese nutzten vermehrt Betriebe aus der Region Allgäu und Oberschwaben, teilweise zum 1. Mal, um ihre Kühe aus langjähriger Zuchtarbeit dem Publikum zu präsentieren. Als Preisrichter konnte Bruno Deutinger aus Saalfelden/Salzburg gewonnen werden. Er fällte seine Richtentscheidungen souverän und kommentierte diese zügig und präzise.
Grand Champion wurde die Doorman-Tochter Ramona von der Mock GbR, Markdorf. Sie überzeugte den Preisrichter in allen Belangen – extremer Milchtyp, sehr drüsiges Euter und wunderschöne Übergänge.

Bei der Jungzüchterschau gab es zwei Wettbewerbe. Zum einen ging es darum den besten Vorführer in jeder Rasse und zusätzlich bei Fleckvieh und Braunvieh auch noch das beste Typtier zu ermitteln. Insgesamt waren sehr motivierte und professionelle Jungzüchter am Start und es waren oft nur Nuancen, die letztendlich den Ausschlag über Sieg oder Platz gaben. Bei den Holsteins waren 5 TeilnehmerInnen, bei Fleckvieh 10 und bei Braunvieh 20 am Start. Bei den Holsteins hatte Katharina Mock, Markdorf durch eine souveräne Vorführleistung die Nase vorn.

Die Klassensieger bei Fleckvieh waren Felix Keller, Allmendingen und Lisa Binder, Gaildorf. Hier entschied sich der Preisrichter letztendlich für Lisa Binder als beste Vorführerin für die Rasse Fleckvieh. Sie hatte ihr Rind jederzeit unter Kontrolle und den Preisrichter im Blick. Bei Braunvieh hießen die besten Vorführer in den 4 Einzelklassen: ChristophBentele, Grünkraut; Stefanie Wolf Isny; Sarah Rau, Ebersbach und Simon Zimmermann, Bad Waldsee. Als bester Vorführer der Rasse Braunvieh wurde Simon Zimmermann ausgezeichnet, der sich auch bereits überregional einen Namen als exzellenter Vorführer machen konnte. In einer knappen Entscheidung konnte schlussendlich nach dem Durchtausch der Tiere Katharina Mock den Ring als Gesamtvorführsiegerin verlassen und die Sektdusche genießen.

Als bestes Typtier Fleckvieh wurde die Evergreen-Tochter Destany vom Betrieb Georg Kübler, Tettnang ausgezeichnet. Sie bestach durch ihr extrem korrktes Euter. Das beste Typtier Braunvieh stellte der Betrieb Bernhard Fuchs, Argenbühl-Eglofs mit einer sehr harmonischen Puck-Tochter.

RBW Sale Night

Die Auktion startete pünktlich vor vollbesetzten Rängen. Der Auktionator Matthias Schupp hatte mit seinen 3 Ringmen bei den flotten Bieterduellen voll zu tun, kein Gebot zu übersehen. Es standen 10 Fleckviehtiere, 9 Holsteins und 9 Braunviehtiere zum Verkauf. Vom Typkalb, dem genomisch typisierten Jungrind und der exterieurstarken Jungkuh war die angebotene Produktpalette sehr breit und hochwertig. Die Fleckviehtiere erlösten im Durchschnitt 2.933 €. Am höchsten in der Käufergunst stand ein genomisch typisiertes, exterieurstarkes Vernando-Rind mit gGZW 130 aus der Zucht der Familie Haag, Sulzbach. Sie ist eine Vollschwester des aktuellen Besamungsbullen Verhaag und hat selbst Bullenmutterpotential. Sie konnte an einen bekannten Fleckviehzuchtbetrieb nach Bayern verkauft werden.

Am zweithöchsten in der Käufergunst stand eine abgekalbte Vulkan-Tochter von Michael Gommel, Ditzingen. Sie präsentierte sich sehr leistungsstark mit einer aktuellen Kontrolle von 36,6 kg und einer sehr guten Melkbarkeit. Sie findet ihre neue Heimat im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Holsteinjungkühe erlösten im Durchschnitt 2.488 €. Hier war das züchterische Highlight eindeutig eine ganz frisch abgekalbte Accurate-Tochter von Kurt Horn, Niederstetten-Vorbachzimmern. Ihre Großmutter ist keine geringere als die Bullenmutter Barnaby, von der sechs Bullen den Besamungseinsatz geschafft haben. Für 3.600 € sicherte sich diese ganz harmonische Jungkuh mit 145 RZG ein Zuchtbetrieb aus der Nähe von Freudenstadt.

Die Braunviehtiere erlösten im Durchschnitt 2.839 €. Auch hier war mit der sehr leistungsstarken Huvi-Tochter mit 37,0 kg Einsatzleistung von Arthur Ulrich, Essingen eine Jungkuh das teuerste Tier mit 4.200 €. Sie konnte an einen Zuchtbetrieb in den Landkreis Göppingen verkauft werden. Zweiteuerstes Tier mit 3.800 € war eine Tochter des Exterieurspezialisten Bisto mit 128 gGZW von Werner Frey, Rot a.d. Rot. Sie ist eine Halbschwester des Bullen Firestar.

Nach der letzten Katalognummer wurde in rekordverdächtiger Zeit der Ring für die anschließende after sale party umgebaut, auf die sich auch die von weit her mit Bussen angereisten Jungzüchter sehr freuten und die Nacht zum Tag machten.

weitere Fotos unterhttp://rind-bw.magix.net/alle-alben/!/oa/7472866/

Regina löst Beate als Königin ab

Mit einer vollen Halle und 142 Kühe im Katalog war der diesjährige Waldseer Braunviehtag wieder ein Fest der schönen Kuh. Gleichzeitig nutzten die Freunde der Braunviehrasse die Gelegenheit eine neue Braunviehkönigin zu wählen, die von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL gekrönt wurde.

Mit 25 hochmotivierten, zum Teil sehr jungen Jungzüchtern, die von der noch amtierenden Braunviehkönigin Beate Bühler gerichtet wurden, startete der Schautag. Bei den Kleinsten konnten sich Franziska Schmaus, Haslach und Sonja Brauchle, Leutkirch durchsetzen. Die mittlere Jungzüchterklasse wurde von Jannik Utz, Rot/Rot und Johannes Brauchle, Leutkirch gewonnen. Bei den Größten konnten sich Lennart Reichert, Erolzheim und Annika Brauchle, Leutkirch durchsetzen. Dabei betonte die Preisrichterin, dass gerade hier schon sehr viel Professionalität und Können zu den Entscheidungen beigetragen habe. Zum Start der Schau segnete Diakon Maier, Bad Waldsee sowohl die Kinder als auch alle Rinder und sprach den Segen für Haus und Hof.

Die fast 120 Schaukühe wurden von Georg Riedl aus Tirol in vier Altersklassen gerichtet. Bei den Jungkühen mit einem Kalb traten insgesamt 33 Kühe in 5 Ringen an. Dabei fielen die sehr zahlreichen Töchter der RBW-Bullen sehr massiv auf. Besonders Bullen wie Vavigo, Virand, Vaju, Huxel und vor allem Anibay konnten die verschiedenen Klassen dominieren. Allein 8 Töchter von Anibay nahmen am Jungkuhwettbewerb teil. Gleich in der ersten Klasse konnten die drei Anibay-Töchter aus den Betrieben Ernst Rau, Bünzwangen, Hubert Detzel, Herbrazhofen und Josef Hecht, Ochsenhausen die ersten drei Plätze belegen. Anibay Brownie von Ernst Rau sollte sich zudem den Reservesiegertitel der Jungkühe sichern.

Die zweite Jungkuhklasse ging an Glenn Iglena von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Virand Gelli von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell. Iglena ist eine Halbschwester des Bullen Anibay, von dem insgesamt drei Halbschwestern im Wettbewerb sehr erfolgreich starteten. Die dritte Jungkuhklasse ging an die beiden Huvi-Töchter Fürstin von der Beigger GbR, Felben vor Strasse von Michael Heinzler, Hifringen. Klasse vier ging an Anibal Lasole von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Anibay Samos der Albinger GbR, Winterreute. Der Betrieb Albinger konnte sich auch die 5. Klasse sichern, in der die Himalaya-Tochter Aida vor der Huvi Tochter Träumle von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell platziert wurde. Die spannende und sehr hochkarätige Siegerauswahl der Jungkühe konnte schließlich Anibal Lasole von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Anibay Brownie von Ernst Rau, Bünzwangen für sich entscheiden.

Die jungen Kühe mit 2 Kälbern wurden ebenfalls in 5 Ringen gerichtet. Die erste Klasse wurde von der überzeugenden, sehr gut entwickelten und mit bestem Euter ausgestatteten Anibay-Halbschwester Glenn Ilena von Friedrich Sauter, Krattenweiler gewonnen. Sie konnte sich vor die sehr stilvolle Jubev Finka von Edwin Kling, Murrwangen setzen. Auch die nächste Klasse konnte der Betrieb Sauter mit der Anibal-Tochter Las Vegas für sich entscheiden. Die dritte Klasse brachte dem Betrieb Bernhard Fuchs GbR, Eglofs mit der Feuerstein-Tochter Hariet und der Erafax-Tochter Fuchsi einen Doppelsieg.

Der Betrieb Edwin Kling, Murrwangen war in der darauffolgenden Klasse mit einer sehr harmonischen und reifen Payssli-Tochter vor einer Paray-Tochter aus dem Betrieb der Härle GbR, Dellmensingen erfolgreich. Die Heckenberger GbR, Hochdorf konnte sich mit der Volvo-Tochter Polly aufgrund ihrer guten Rippe und der festen Euteraufhängung vor die Salomon-Tochter Fernanda der Albinger GbR, Winterreute setzen. Die Siegerauswahl der Zweitkalbskühe konnte schließlich Glenn Ilena von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor der Feuerstein-Tochter Hariet der Bernhard Fuchs GbR, Eglofs leicht für sich entscheiden.

Die mittleren Kühe mit 3 und 4 Kälbern traten in 6 Klassen gegeneinander an. Diese waren von den Bullen Vassli und Payssli geprägt, die überragende Töchter in allen Klassen stellen konnten. Die erste Klasse ging jedoch an eine sehr rahmige Salomon-Tochter aus dem Bestand der Albinger GbR, Winterreute. Die 2. Klasse wurde von einer sehr breiten und reifen Payssli-Tochter aus dem I-Stamm der Familie Sauter, Krattenweiler gewonnen. Die dritte Klasse ging mit der Huxoy-Tochter Galaxy an Edwin Kling, Murrwangen, die sich vor die Vassli-Tochter Liane der Heckenberger GbR, Hochdorf setzen konnte.

Die erste Klasse der Viertkalbskühe war auf den ersten drei Plätzen mit Payssli- Töchtern besetzt. Gewinnen konnte Payssli Donna der Albinger GbR, Winterreute vor Payssli Gala aus dem gleichen Bestand und vor Payssli Thesa von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell. Auch die nächste Klasse ging mit Payssli Zitta aus dem Betrieb der Karl und Martin Rehm GbR, Ochsenhausen an diesen Bullen. Schließlich konnte sich Huxoy Indina von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Joel Gusta von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell setzen. Den Kampf um den Titel der mittleren Kühe machten dann auch zwei Payssli-Töchter untereinander aus. Hier setzte sich Payssli Inova von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Payssli Donna von Albinger GbR, Winterreute, die sich mit einem Kalb weniger noch etwas breiter im Körper und etwas frischer im Euter zeigte.

Die Fünftkalbskühe wurden mit einer ganz besonderen Kuh eröffnet. Die amtierende Grand Champion-Kuh der RBW-Schau und Mutter des Bullen Bisto, Easton Forteas der Albinger GbR, Winterreute konnte leicht die erste Klasse für sich entscheiden. Die nächste Klasse gewann Payssli Kolibri von Norbert King, Isny, die sich vor Payssli Britty von Franz und Gabriele Kramer, Edelbeuren platzierte. Die erste Klasse der alten Kühe wurde von Zaster Zentis von Karl und Martin Rehm, Ochsenhausen gewonnen. Diese Kuh mit 9 Kälbern überzeugte durch eine gewaltige Rippe und ein noch sehr gut beadertes Euter. Ebenso konnte die Vasir-Tochter Lena von Peter Rohmer, Oberopfingen mit 6 Kälbern ihre Klasse für sich entscheiden. Bemerkenswert war die Qualität der ganz alten Kühe, die sich zum Teil mit 100.000 kg Milch noch sehr frisch, gut aufgehängt im Euter und mit feinen Fundamenten präsentierten.

Die Wahl der Siegerkuh alt fiel schließlich ganz klar auf die Easton-Tochter Forteas der Albinger GbR, Winterreute, die sich in einem wunderbaren Schaubild vor Payssli Emma der Fuchs GbR, Eglofs setzen konnte.

Die Wahl der Eutersiegerin fiel auf Glenn Ilena, die damit schon die letzte Entscheidung, die Wahl zum Grand Champion, vorwegnahm. Somit konnte Glenn Ilena auch diesen Titel für sich erringen und sicherte damit der Familie Sauter den Titel des Grand Champions, den Eutersieg und drei Siegertitel auf der Schau und machte den Betrieb zum erfolgreichsten Aussteller.

Neben dem sehr hohen Niveau der Schaukühe konnte mit Töchtergruppe von Anibay eine hoch interessante Nachzuchtgruppe gezeigt werden. Die insgesamt 8 ausgestellten Töchter bestätigten den Bullen als Exterieurvererber mit viel Milch. Anibay-Töchter sind groß, stilvoll und zeigen dennoch genug Breite. Glanzpunkte der Vererbung sind vor allem die sehr korrekt gestellten, feinen Beine sowie die hochangesetzten und sehr breiten Euter. Die Striche sind ideal gestellt und zeigen eine sehr gute Form. Anibay kann unter Beachtung der Inhaltsstoffe zudem zur Verbesserung von Melkbarkeit, Eutergesundheit, Persistenz und Nutzungsdauer eingesetzt werden. Anibay stammt aus der Zucht von Friedrich Sauter, Krattenweiler, der vom RBW-Vorsitzenden Josef Volkwein anlässlich der Schau geehrt werden konnte.

Einer der Höhepunkte der Schau war die Wahl der neuen Braunviehkönigin. Die scheidende Braunviehkönigin Beate Bühler, Bad Waldsee bedankte sich in ihrer Abschiedsrede bei allen Verantwortlichen für die Unterstützung und reflektierte die Arbeit der letzten 2 Jahre. Josef Volkwein hob in seinen Dankesworten den besonderen Einsatz von Beate Bühler hervor, für den sie auch von der Stadt Waldsee eine besondere Ehrung erhielt. Als Kandidatinnen stellten sich Regina Dilger, Ostrach, Helena Hiller, Degerloch und Selina Müller, Leutkirch zur Wahl, die sich sehr unterhaltsam vorstellten und als Ehrendamen die gesamte Schau begleiteten. Bei der vom Publikum durchgeführten Wahl konnte sich schließlich Regina Dilger aus Ostrach als neue Braunviehkönigin durchsetzen, die im Anschluß von Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL gekrönt und in ihr Amt eingeführt wurde, das sie die nächsten zwei Jahre innehaben wird.

In der Summe war der diesjährige Braunviehtag ein voller Erfolg. Eine bis auf den letzten Platz voll besetzte Halle, eine überragende Nachzucht und hochwertige Schaukühe machten für die Rasse Braunvieh auf höchstem Niveau Werbung. Ein besonderer Dank geht an den Preisrichter Georg Riedl, Steinach in Tirol, der in souveräner Weise sehr sicher seine Entscheidungen traf und diese auch sehr exakt begründete.

Platzierungsliste Waldseer Braunviehtag 2018

Fotoalbum zum Waldseer Braunviehtag 2018

 

Beim diesjährigen German Masters Sale, der am vergangenen Freitag im rheinland- pfälzischen Fließem stattfand, wurde unter anderem die HOBAS- Tochter Fiona aus der Zucht von Alexander Kuppel und Rainer Thoenes aus Kalkar am Niederrhein zu einem Preis von 2.500 € verkauft.

Das knapp 14 Monate alte Jungrind mit guten genomischen Zuchtwerten verbindet sowohl auf väterlicher, als auch auf mütterlicher Seite, das aktuelle Braunvieh Zuchtprogramm der RBW. Mit dem Hobbit- Sohn HOBAS aus der Vasir- Tochter Zara von Bruno Walser, Tettnang, ist der ehemalige Spitzenreiter der Braunvieh Gesamtliste der Vater des Rindes. Mütterlicherseits steht die leistungsstarke VARASTY- Tochter Fella, die mit einer 100- Tage- Leistung von knapp 3.400 kg Milch in der ersten Laktation aufwarten kann. Sie ist wiederum die Vollschwester unseres Stieres VAX, sowie die Halbschwester von HEBROY und VORTEX, die alle die Huxoy- Tochter Finni EX- 91 zur Mutter haben.

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die beste Online-Erfahrung zu bieten. Mit Ihrer Zustimmung akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies in Übereinstimmung mit unseren Cookie-Richtlinien.

Privacy Settings saved!
Datenschutz-Einstellungen

Wenn Sie eine Website besuchen, kann sie Informationen über Ihren Browser speichern oder abrufen, meist in Form von Cookies. Steuern Sie hier Ihre persönlichen Cookie-Dienste.

Diese Cookies erlauben es uns, Besuche und Traffic-Quellen zu zählen, so dass wir die Leistung unserer Website messen und verbessern können.

Wir erfassen anonymisierte Benutzerinformationen, um unsere Website zu verbessern.
  • _ga
  • _gid
  • _gat

Alle Cookies ablehnen
Alle Cookies akzeptieren