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RBW Sale Night

Volles Haus!

Auf Wunsch der baden-württembergischen Holsteinzüchter fand anlässlich der 3. Sale Night erstmals auch eine Holstein-Schau statt. Diese nutzten vermehrt Betriebe aus der Region Allgäu und Oberschwaben, teilweise zum 1. Mal, um ihre Kühe aus langjähriger Zuchtarbeit dem Publikum zu präsentieren. Als Preisrichter konnte Bruno Deutinger aus Saalfelden/Salzburg gewonnen werden. Er fällte seine Richtentscheidungen souverän und kommentierte diese zügig und präzise.
Grand Champion wurde die Doorman-Tochter Ramona von der Mock GbR, Markdorf. Sie überzeugte den Preisrichter in allen Belangen – extremer Milchtyp, sehr drüsiges Euter und wunderschöne Übergänge.

Bei der Jungzüchterschau gab es zwei Wettbewerbe. Zum einen ging es darum den besten Vorführer in jeder Rasse und zusätzlich bei Fleckvieh und Braunvieh auch noch das beste Typtier zu ermitteln. Insgesamt waren sehr motivierte und professionelle Jungzüchter am Start und es waren oft nur Nuancen, die letztendlich den Ausschlag über Sieg oder Platz gaben. Bei den Holsteins waren 5 TeilnehmerInnen, bei Fleckvieh 10 und bei Braunvieh 20 am Start. Bei den Holsteins hatte Katharina Mock, Markdorf durch eine souveräne Vorführleistung die Nase vorn.

Die Klassensieger bei Fleckvieh waren Felix Keller, Allmendingen und Lisa Binder, Gaildorf. Hier entschied sich der Preisrichter letztendlich für Lisa Binder als beste Vorführerin für die Rasse Fleckvieh. Sie hatte ihr Rind jederzeit unter Kontrolle und den Preisrichter im Blick. Bei Braunvieh hießen die besten Vorführer in den 4 Einzelklassen: ChristophBentele, Grünkraut; Stefanie Wolf Isny; Sarah Rau, Ebersbach und Simon Zimmermann, Bad Waldsee. Als bester Vorführer der Rasse Braunvieh wurde Simon Zimmermann ausgezeichnet, der sich auch bereits überregional einen Namen als exzellenter Vorführer machen konnte. In einer knappen Entscheidung konnte schlussendlich nach dem Durchtausch der Tiere Katharina Mock den Ring als Gesamtvorführsiegerin verlassen und die Sektdusche genießen.

Als bestes Typtier Fleckvieh wurde die Evergreen-Tochter Destany vom Betrieb Georg Kübler, Tettnang ausgezeichnet. Sie bestach durch ihr extrem korrktes Euter. Das beste Typtier Braunvieh stellte der Betrieb Bernhard Fuchs, Argenbühl-Eglofs mit einer sehr harmonischen Puck-Tochter.

RBW Sale Night

Die Auktion startete pünktlich vor vollbesetzten Rängen. Der Auktionator Matthias Schupp hatte mit seinen 3 Ringmen bei den flotten Bieterduellen voll zu tun, kein Gebot zu übersehen. Es standen 10 Fleckviehtiere, 9 Holsteins und 9 Braunviehtiere zum Verkauf. Vom Typkalb, dem genomisch typisierten Jungrind und der exterieurstarken Jungkuh war die angebotene Produktpalette sehr breit und hochwertig. Die Fleckviehtiere erlösten im Durchschnitt 2.933 €. Am höchsten in der Käufergunst stand ein genomisch typisiertes, exterieurstarkes Vernando-Rind mit gGZW 130 aus der Zucht der Familie Haag, Sulzbach. Sie ist eine Vollschwester des aktuellen Besamungsbullen Verhaag und hat selbst Bullenmutterpotential. Sie konnte an einen bekannten Fleckviehzuchtbetrieb nach Bayern verkauft werden.

Am zweithöchsten in der Käufergunst stand eine abgekalbte Vulkan-Tochter von Michael Gommel, Ditzingen. Sie präsentierte sich sehr leistungsstark mit einer aktuellen Kontrolle von 36,6 kg und einer sehr guten Melkbarkeit. Sie findet ihre neue Heimat im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Holsteinjungkühe erlösten im Durchschnitt 2.488 €. Hier war das züchterische Highlight eindeutig eine ganz frisch abgekalbte Accurate-Tochter von Kurt Horn, Niederstetten-Vorbachzimmern. Ihre Großmutter ist keine geringere als die Bullenmutter Barnaby, von der sechs Bullen den Besamungseinsatz geschafft haben. Für 3.600 € sicherte sich diese ganz harmonische Jungkuh mit 145 RZG ein Zuchtbetrieb aus der Nähe von Freudenstadt.

Die Braunviehtiere erlösten im Durchschnitt 2.839 €. Auch hier war mit der sehr leistungsstarken Huvi-Tochter mit 37,0 kg Einsatzleistung von Arthur Ulrich, Essingen eine Jungkuh das teuerste Tier mit 4.200 €. Sie konnte an einen Zuchtbetrieb in den Landkreis Göppingen verkauft werden. Zweiteuerstes Tier mit 3.800 € war eine Tochter des Exterieurspezialisten Bisto mit 128 gGZW von Werner Frey, Rot a.d. Rot. Sie ist eine Halbschwester des Bullen Firestar.

Nach der letzten Katalognummer wurde in rekordverdächtiger Zeit der Ring für die anschließende after sale party umgebaut, auf die sich auch die von weit her mit Bussen angereisten Jungzüchter sehr freuten und die Nacht zum Tag machten.

weitere Fotos unterhttp://rind-bw.magix.net/alle-alben/!/oa/7472866/

ARGE Deutsches Braunvieh